Agrarpolitik

Nationale und transnationale Ordnung und Gestaltung der land- und ernährungswirtschaftlichen Märkte zur nachhaltigen Sicherung der Nahrungsmittelproduktion. Ziel der Agrarpolitik ist es, mit den Instrumenten der Handels-, Steuer, Kredit- und Preispolitik die naturbedingten und wirtschaftlichen Nachteile (Ertragsschwankungen, Billigkonkurrenz) der Landwirtschaft gegenüber anderen Wirtschaftsbereichen zu kompensieren und darüber hinaus die soziale Lage der in der Landwirtschaft tätigen Menschen vergleichbaren Berufsgruppen anzupassen. Den weltweit größten Außenschutz genießt die Landwirtschaft der Europäischen Union. Permanente Überproduktion und die gravierende finanzielle Belastung aus der staatlichen Abnahmegarantie haben in der jüngeren Vergangenheit häufig zu mengenregulierenden Eingriffen gezwungen (Quotierungen für Milch 1984, Garantieschwellen bzw. Erzeugermitverantwortungsabgaben bei Getreide 1988, Flächenstilllegungs- und Frühverrentungsprogramme 1988 etc.).

Verfasst von:
Roland Detsch

 

(© Microsoft ENCARTA®)