In der griechischen
Philosophie Bezeichnung für Wahrheit, die allen Dingen durch ihre
Erkennbarkeit beiwohnt, sowie die Gültigkeit, die in richtigen
Urteilen und Aussagen steckt.
Für die griechischen Denker, die
von der Einheit des erkennenden Geistes und des zu Erkennenden
ausgingen, waren Wahrheit und Erkennbarkeit untrennbar miteinander
verbunden. Weil Aussagen nur dann wahr sein können, wenn der
Gegenstand, über den gesprochen wird, auch erkennbar ist,
verhält sich für Aristoteles das Seiende zur Wahrheit genau so
wie zum Sein. Dieses klassische Wahrheitsverständnis scheint auch
bei Martin Heidegger auf, der die Wahrheit als Unverborgenheit des
Seins vor der Richtigkeit und der Gewissheit des Urteils über das
Seiende definiert.
Verfasst von:
Roland Detsch