Arbeitsmarkt

Der Markt, auf dem nichtselbständige Erwerbswillige ihre Arbeitsleistung potentiellen Arbeitgebern der freien Wirtschaft, des Staates und der privaten Haushalte anbieten.

Entwicklungen am Arbeitsmarkt sind wie auf jedem anderen Markt abhängig vom Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Das Arbeitsangebot wird bestimmt von der Bevölkerungsentwicklung, der Zahl der Erwerbswilligen, dem zu erwartenden Lohn und von der Arbeitszeit. Die Arbeitsnachfrage ist in erster Linie abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen, den damit zusammenhängenden Zukunftserwartungen der Unternehmen, den Lohnvorstellungen der Arbeitsuchenden und den Lohnnebenkosten. Arbeitsmärkte sind in mindestens zwei Segmente gegliedert: den primären Teilarbeitsmarkt mit hochqualifizierter Tätigkeit, hoher Arbeitsplatzsicherheit und guter Bezahlung sowie den sekundären Teilarbeitsmarkt mit schlechter Entlohnung, geringer Arbeitsplatzsicherheit und niedrigem Qualifikationsprofil. Durch Arbeitsmarktpolitik versucht der Staat, Engpässe bei der Vermittlung von Angebot und Nachfrage auszugleichen. Als hilfreiche Instrumente, um ein Missverhältnis zwischen Arbeitskräfteangebot und -nachfrage auszugleichen, erwiesen sich die Erweiterung der Kurzarbeit, Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, beschäftigungspolitisch gezielte Subventionen wirtschaftsschwacher Regionen und Industriezweige, der Ausbau von Teilzeitarbeitsplätzen und die Schaffung von Arbeit im öffentlichen Bereich.

Verfasst von:
Roland Detsch

 

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