Bayernpartei
(BP)
Auf Bayern
beschränkte politische Partei.
Am
28. Oktober 1946 von Max Lallinger und Jakob Fischbach
gegründet, ist die BP aus der Demokratischen Union
hervorgegangen, die ihrerseits Vorläuferinnen in der Bayerischen
Arbeiter- und Mittelstandspartei sowie in der Mittelstands- und
Bauernpartei hatte. Obwohl sie zunächst einen regen
Mitgliederzuwachs aus den Reihen ihrer „Bruderpartei" CSU
erfuhr, verhinderte ihre partikularistische Verteidigung
überkommener Strukturen und ihr radikal-föderalistischer
Provinzialismus den endgültigen Durchbruch. Als Sprachrohr der
altbayerischen Landbevölkerung forderte sie einen „selbständigen
lebensfähigen bayerischen Staat" und lehnte deshalb das
Grundgesetz als zu zentralistisch ab, was ihr bei den
Bundestagswahlen 1949 in Bayern einen Stimmenanteil von
20,9 Prozent bescherte. Auf dem Höhepunkt ihrer Popularität
in den fünfziger Jahren war die BP mit bis zu 18 Prozent im
Bayerischen Landtag vertreten, wo sie von 1954 bis 1957 an einer
Regierungskoalition mit der SPD, der FDP und des GB/BHE beteiligt
war. 1966 schied sie aus dem Bayerischen Landtag aus.
Verfasst von:
Roland Detsch
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