In
der Wirtschaftstheorie verwendeter Begriff für ein subjektives
Empfinden des Mangels aufseiten der Nachfrager, den es durch ein
entsprechendes Angebot zu decken gilt.
Unterschieden
werden dabei existentielle Bedürfnisse oder Grundbedürfnisse
(Nahrung, Kleidung, Wohnung, Bildung u. ä. m.), Wohlfahrts-,
Luxus- und Prestigebedürfnisse sowie individuelle
und kollektive Bedürfnisse. In der Theorie der
Marktwirtschaft wird die Produktion im Grunde von den Bedürfnissen
der Wirtschaftssubjekte bestimmt; in Wirklichkeit erzeugen aber die
Produzenten durch die Bereitstellung bzw. Inaussichtstellung
bestimmter Güter beim Konsumenten häufig erst ein Bedürfnis.
In
der Psychologie sind die durch unbefriedigte Bedürfnisse
verursachten psychischen Spannungen (Bedürfnisspannung) die
eigentliche Triebfeder menschlichen Handelns. Unterschieden wird
hier zwischen primären, angeborenen Bedürfnissen (Trieb-
oder Vitalbedürfnisse) wie Hunger, Durst und Schutz vor Gefahr
sowie sekundären, erworbenen Bedürfnissen, z. B. die
geistig-kulturellen Interessen des Menschen.