Derivatenhandel

Spekulativer Kauf und Verkauf von Wertpapieren wie Optionen (siehe Optionsgeschäft) oder Futures, deren Preis sich aus einem zugrunde gelegten Referenzwert, dem so genannten Underlying, ableitet (z. B. aus dem Kurs für bestimmte Anleihen oder Aktien, Börsenindizes etc.).

Die auf Futures oder andere Underlyings gehandelten Optionen verbriefen dem Käufer das Recht, innerhalb einer bestimmten Frist oder am Ende einer bestimmten Laufzeit ein Wertpapier zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Beim Derivatenhandel erwirbt der Käufer also das Recht (nicht die Verpflichtung), zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Anzahl von Aktien, Devisen etc. zu einem vorher festgelegten Preis zu erwerben oder zu verkaufen, wobei sich je nach dem tatsächlichen Kurswert zu diesem Zeitpunkt ein Spekulationsgewinn bzw. -verlust ergeben kann. Die Gewinne (aber auch die Verluste), die sich mit Derivaten erzielen lassen, übersteigen diejenigen, die sich mit Aktien oder Anleihen erzielen lassen, um ein Vielfaches.

Derivate werden von professionellen Anlegern häufig zur Absicherung gegen mögliche Verluste im Aktiengeschäft eingesetzt.

Verfasst von:
Roland Detsch

 

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