Dworkin, Ronald Myles
(*1931)

Amerikanischer Philosoph. Er gehört zu den einflussreichsten angloamerikanischen Rechtsphilosophen.

Dworkin wurde in Worcester (Massachusetts) geboren und studierte an der Harvard Universität und der Universität von Oxford. Nach der Berufung als außerordentlicher Professor an der Yale Law School 1962 wurde er 1969 in Oxford zum ordentlichen Professor für Rechtswissenschaften ernannt. Außerdem erhielt er 1975 einen rechtswissenschaftlichen Lehrstuhl an der Universität New York. Darüber hinaus hatte Dworkin Gastprofessuren für Philosophie an den Universitäten Princeton und Stanford inne.

Ausgehend von der Gerechtigkeitstheorie John Rawls’, versucht Dworkin, die Grundrechte des Individuums jenseits rechtspositivistischer und utilitaristischer Argumentationen zu definieren. Dabei geht es dem Philosophen vor allem um die Frage einer Begründung und Legitimation von Recht. In der Rechtswirklichkeit, so Dworkin, finde diese Anschauung in den allgemeinen Rechtsprinzipien ihre Bestätigung. Dabei sei die Gültigkeit der Prinzipien selbst moralisch fundiert, so in den Geboten der Gerechtigkeit und der Fairness. Zu den wichtigsten Werken Dworkins gehören Philosophy of Law (1977; Philosophie des Rechts) und Taking Rights Seriously (1977; Bürgerrechte ernst genommen).

Verfasst von:
Andreas Vierecke

 

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