In
der analytischen Philosophie und Wissenschaftstheorie Bezeichnung
für die durch Methoden der Beobachtung, Messung oder des
Experiments gewonnene Erfahrung (speziell Sinneserfahrung).
Quelle
einer empirischen Theorie muss ein Wissen sein, das durch
Sinneswahrnehmung gewonnen wurde. Urteile und Thesen müssen dabei
durch Beobachtung verifizierbar sein. Anhand möglichst vieler
Beispiele und Gegenbeispiele wird mit der Methode des induktiven
Schließens versucht, Sätze von allgemeiner Gültigkeit
aufzustellen. Die Anhänger des Empirismus, die im scharfen
Gegensatz zur Metaphysik und Theologie stehen, werden Empiriker
genannt. Als Hauptvertreter dieser Denkrichtung gelten Francis
Bacon, John Locke, George Berkeley, David Hume, John Stuart Mill,
Rudolf Carnap, Carl Gustav Hempel und Karl Popper. Die Empirie steht
ebenso im Mittelpunkt des Positivismus des 19. Jahrhunderts,
namentlich bei Auguste Comte, sowie des Pragmatismus des
20. Jahrhunderts. Sie ist ferner Grundlage der historischen
Forschung, der Sozialwissenschaften, der Psychologie und der
Meinungsforschung.