Eurobonds
(Euroanleihe)
Internationale
Anleihen mit einer Laufzeit von 5 bis 15 Jahren, die zugleich
in mehreren europäischen Ländern aufgelegt werden.
So
genannte Emittenten, die Wertpapiere austellen und -geben, und
Schuldner der von internationalen Bankenkonsortien angebotenen
Euroanleihen sind Staaten, supranationale Institutionen aber auch
private und öffentliche Unternehmen. Gehandelt werden die
Eurobonds, die eine Höchstsumme von 500 Milliarden US-Dollar
nicht übersteigen dürfen, auf dem Eurokapitalmarkt
(Euroanleihemarkt, Eurobondmarkt). Der Hauptgrund für die
Entstehung eines besonderen Eurobondmarktes liegt wie bei den
übrigen Fremdwährungsmärkten darin, dass er keinerlei
Wettbewerbsbeschränkungen (Zinsbegrenzungen, Bankenaufsicht,
Mindestreserven, Steuern und Abgaben) und Kontrollen unterliegt.
Für den Kreditnehmer sind die Anleihen vor allem deshalb
interessant, weil es für den Eurobondmarkt keinerlei
Zugangsbeschränkungen gibt. Der Zinssatz bemisst sich rein an der
Bonität des jeweiligen Schuldners. Der Kapitalanleger profitiert
von den in der Regel höheren Zinserträgen. Er kann sich den
Schuldner (etwa ein Unternehmen in Deutschland) selbst aussuchen
und ihn mit einer bevorzugten Währung (US-Dollar, Japanischer Yen
etc.) kombinieren.
Verfasst von:
Roland Detsch
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