Ein
Mittel, das der Befriedigung eines menschlichen Bedürfnisses dient.
Unterschieden
wird zwischen wirtschaftlichen oder knappen Gütern
und freien Gütern. Knappe oder wirtschaftliche Güter stehen
nur begrenzt zur Verfügung. Sie werden auf einem Markt gehandelt
und haben einen Preis. Freie Güter sind unbegrenzt vorhanden,
z. B. Sonnenlicht. Viele ehemals freie Güter entwickelten sich
mit der Zeit zu knappen, wirtschaftlichen Gütern, beispielsweise
durch übermäßigen Verbrauch (Trinkwasser u. a.),
Monopolisierung (Land u. a.) und Umweltverschmutzung (Luft,
Wasser). Güter sind materiell oder immateriell.
Demgemäß lassen sich wirtschaftliche Güter unterteilen in Sachgüter
und Dienstleistungen, Rechte u. a.
Bei
den Sachgütern unterscheidet man zwischen Produktions- und Konsumgütern.
Erstere werden für die Produktion benötigt; Letztere decken den
Verbrauch privater Haushalte. Beide, Produktions- und Konsumgüter,
lassen sich einteilen in Verbrauchsgüter (für den
einmaligen Verbrauch) und Gebrauchsgüter (für den
längerfristigen Gebrauch). Verbrauchsgüter der privaten Haushalte
sind beispielsweise alle Nahrungsmittel; Kleidung zählt dagegen zu
den Gebrauchsgütern.
Im
Bereich der Produktion sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Verbrauchsgüter; Maschinen sind Gebrauchsgüter.
Alle
in einem Jahr in einer Volkswirtschaft hergestellten Güter ergeben
das Bruttosozialprodukt. Zieht man vom Bruttosozialprodukt alle
Güter ab, die das im Produktionsprozess verschlissene Realkapital
(z. B. Maschinen) ersetzen, erhält man das Nettosozialprodukt
oder Volkseinkommen.