Kontraktkurve
In
der Wohlfahrtsökonomik gebräuchliche graphische Darstellung zur
Veranschaulichung des Pareto-Optimums.
Ausgehend
von der Erkenntnis, dass Tauschvorgänge nur dann reell sein
können, wenn beide Tauschpartner von einem Tausch profitieren
können, soll die Darstellung der Tauschbedingungen in einem
Diagramm verdeutlichen, unter welchen Bedingungen und bei welchen
Lösungen ein Tauschkontrakt (Tauschvertrag) tatsächlich im
Interesse beider Seiten liegt. In einem Koordinatensystem, dessen
Achsen zwei Güterarten repräsentieren, werden zunächst die so
genannten Indifferenzkurven eingezeichnet, aus denen man ablesen
kann, welche Güterkombinationen von den beiden Nachfragern als
gleich-, höher- oder minderwertig angesehen werden. Die beiden
Punkte, an denen sich die Indifferenzkurven tangieren, stellen die
Schnittstellen dar, durch die die Kontraktkurve verläuft. Die
Punkte der Kontraktkurve markieren sodann die Konditionen (etwa
hinsichtlich Menge, Qualität etc.), unter denen die beiden
Güterarten tauschbar sind, ohne dass einer der beiden Tauschpartner
gegenüber seinem Zustand vor dem Tausch eine Nutzeneinbuße
erleidet.
Verfasst von:
Roland Detsch
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