Kosten

Der in Geld bewertete Aufwand an Produktionsfaktoren, die nötig sind, um betriebliche Leistungen zu erstellen und die betriebliche Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten.

Man unterscheidet zwischen beschäftigungsunabhängigen Kosten (fixen Kosten), die nicht an den Produktionsumfang gebunden sind, und beschäftigungsabhängigen Kosten (variablen Kosten), die zusammen mit der Produktmenge steigen oder sinken. Für die Unternehmen besonders relevant sind die Arbeitskosten (gezahlten Löhne) und die Kapitalkosten (Kapitalaufwand), die aus der Summe von Zinsen und Abschreibungen gebildet werden. Die Kapitalkosten errechnet man durch Multiplikation der Höhe des Kapitaleinsatzes (Gebäude, Produktionsanlagen etc.) mit dem Zins- und dem Abschreibungssatz – die jährlichen Tilgungsraten zählen dagegen nicht zu den Kosten. Ein Unternehmer beurteilt ein Produktionsverfahren, indem er die erbrachten Leistungen (Umsätze) zu den verursachten Kosten in Relation setzt. Bei gegebenem Umsatz ist der Gewinn maximal, wenn die Kosten den kleinstmöglichen Wert annehmen. Steigt etwa der Lohnsatz und wird dadurch der Produktionsfaktor Arbeit im Verhältnis zum Produktionsfaktor Kapital (Maschinen) teurer, so wird der Unternehmer vom arbeitsintensiven auf ein kapitalintensiveres Produktionsverfahren ausweichen und umgekehrt.

Verfasst von:
Roland Detsch

 

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