Grundlage
der Theorie Immanuel Kants, die die Möglichkeiten und Grenzen
menschlicher Erkenntnisfähigkeit mittels Verstand und Erfahrung
auszuloten sucht.
Für
Kant ist Erkenntnis stets ein Produkt aus empirischer Erfahrung und
Ratio (Verstand). Eine Erkenntnis kommt zustande, indem der Verstand
die Anschauungen auf Begriffe bringt und damit Gegenstände denkt.
Da die Anschauungen aber nur in den subjektiven Formen von Raum und
Zeit möglich sind, tragen sie stets den Stempel des Ich, was dazu
führt, dass die Erkenntnis der tatsächlichen Beschaffenheit der
Dinge an sich nicht möglich ist. Das wahre Wesen der Dinge bleibt
uns stets verborgen. Kant wendet sich mit seinem Kritizismus
gleichermaßen gegen den reinen Rationalismus von René Descartes,
Baruch Spinoza, Gottfried Wilhelm Leibniz und Christian Wolff, die
durch die Annahme angeborener Ideen meinen, durch Denken allein die
letzten Gründe des Seins erforschen zu können, sowie den reinen
Empirismus, für den alle Erkenntnisse aus den Erfahrungen stammen.