Regionalpolitik
(auch regionale
Strukturpolitik)
Auf die Beseitigung
struktureller und wirtschaftlicher Disparitäten verschiedener
Regionen gerichtete Politik zur Herstellung und Sicherung
gleichwertiger Lebensbedingungen in einem Staat oder in
staatsübergreifenden politischen Einheiten.
In
der Bundesrepublik Deutschland zählt die Verbesserung der
regionalen Wirtschaftsstruktur unter Berücksichtigung der
Erfordernisse der Raumordnung und Landesplanung zu den
Gemeinschaftsaufgaben von Bund und Ländern. Sie wird vor allem in
Regionen durchgeführt, deren Wirtschaftsstruktur erheblich unter
dem Bundesdurchschnitt liegt oder in denen Wirtschaftszweige
dominieren, die vom Strukturwandel besonders bedroht sind.
Instrumente der Regionalpolitik sind u. a. die gezielte
Förderung wichtiger Branchen, der Ausbau der regionalen
Infrastrukturen und die Schaffung geeigneter Ausbildungs- und
Umschulungsstätten. Um die bestehenden regionalen Unterschiede
zwischen den Mitgliedsländern der Europäischen Gemeinschaft (siehe
Europäische Union) auszugleichen, hat die EG-Kommission 1975 den
Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)
eingerichtet.
Verfasst von:
Roland Detsch
|