Im
Gegensatz zum Materialismus stehende Auffassung innerhalb der
Philosophie, die besagt, dass dem Geistigen und nicht dem
Körperlichen die höchste Realität zukommt.
In
George Berkeleys spiritualistischer Metaphysik etwa, die im Umfeld
des Idealismus steht, wird das Sein der Außenwelt von den Ideen
bestimmt. Von den cartesischen Welten des René Descartes sprach
er nur der res cogitans Substanz zu, während er die res extensa
in den Vorstellungen begründet sieht. Die Realität der Körper
besteht darin, dass ihre Ideen von Gott den endlichen Geistern in
einer bestimmten Reihenfolge mitgeteilt werden, wobei die Ideen
als Naturgesetze bezeichnet werden. Die sich bewusst von der
Physiologie abgrenzende voluntaristische Psychologie François
Pierre Maine de Brians wurde im 19. Jahrhundert von seinen
Freunden, namentlich von Victor Cousin, unter Einbezug von
Elementen der deutschen Identitätsphilosophie zum so genannten französischen
Spiritualismus gewendet. Spiritualistische Ansätze finden
sich u. a. bei Gottfried Wilhelm Leibniz, Georg Wilhelm
Friedrich Hegel und Henri Bergson.
Verfasst von:
Roland Detsch