Sprachspiel

Von Ludwig Wittgenstein in die Philosophie eingeführter Begriff, um die Abhängigkeit des Sprachverständnisses von der Kenntnis der Verwendungsweise der Sprache und damit der Lebensform einer bestimmten Sprachgemeinschaft zu verdeutlichen.

In seinen Philosophischen Untersuchungen (1953) verglich er den Gebrauch der Sprache mit einem Spiel, das nur sinnvoll gespielt werden könne, wenn es bestimmten Regeln folge, die den Spielenden bekannt seien und die von ihnen befolgt würden. Dabei machte Wittgenstein deutlich, dass sich das Sprachspiel aus einer Fülle von Komponenten verbaler und nichtverbaler Art zusammensetzt, deren Sinn sich erst durch die Kenntnis jenes Handlungszusammenhangs erschließt, in dessen Kontext die Aussagen gebraucht werden. Für Wittgenstein liegt die Ursache für (philosophische) Missverständnisse stets in der Nichtbeachtung oder Nichtkenntnis des für bestimmte Aussagen konstitutiven Sprachspiels.

Verfasst von:
Roland Detsch

 

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