Tupac Amarú I.
(um 1545 bis 1572)

Letzter Herrscher aus der peruanischen Inkadynastie.

Tupac Amarú war der jüngste Sohn von Manco Cápac und folgte 1571 seinem verstorbenen Halbbruder Titu Cusi Yupanqui auf dem Thron von Vilcabamba nach, das seit den Tagen der Häuptlinge Manco Inca und Sayri Tupac Hauptstadt und letzte Bastion der indianischen Bevölkerung Perus gegen die spanischen Konquistadoren war. Ebenso wie seine Vorgänger leistete Tupac Amarú mit seinen Kriegern den Spaniern erbitterten Widerstand, so dass sich die Herrschaft der Spanier lange Zeit nur auf das Umland der von ihnen eroberten oder neu gegründeten Städte und auf das Territorium der mit den Europäern kollaborierenden Curacas beschränkte.

1572 überrannten die Spanier Vilcabamba, und metzelten die Verteidiger gnadenlos nieder. Um vor den Indios ein Exempel zu statuieren, brachte man Tupac Amarú nach Cuzco, wo er am 24. September auf der Plaza de Armas gestreckt, gevierteilt und geköpft wurde. Mit dem Tod des letzten peruanischen Inkaherrschers ging nach 42-jährigen blutigen Kämpfen der Eroberungskrieg der Konquistadoren im Hochland der Anden zu Ende.

Verfasst von:
Roland Detsch

 

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