Letzter
Herrscher aus der peruanischen Inkadynastie.
Tupac
Amarú war der jüngste Sohn von Manco Cápac und folgte 1571
seinem verstorbenen Halbbruder Titu Cusi Yupanqui auf dem Thron
von Vilcabamba nach, das seit den Tagen der Häuptlinge Manco Inca
und Sayri Tupac Hauptstadt und letzte Bastion der indianischen
Bevölkerung Perus gegen die spanischen Konquistadoren war. Ebenso
wie seine Vorgänger leistete Tupac Amarú mit seinen Kriegern den
Spaniern erbitterten Widerstand, so dass sich die Herrschaft der
Spanier lange Zeit nur auf das Umland der von ihnen eroberten oder
neu gegründeten Städte und auf das Territorium der mit den
Europäern kollaborierenden Curacas beschränkte.
1572
überrannten die Spanier Vilcabamba, und metzelten die Verteidiger
gnadenlos nieder. Um vor den Indios ein Exempel zu statuieren,
brachte man Tupac Amarú nach Cuzco, wo er am 24. September
auf der Plaza de Armas gestreckt, gevierteilt und geköpft wurde.
Mit dem Tod des letzten peruanischen Inkaherrschers ging nach
42-jährigen blutigen Kämpfen der Eroberungskrieg der
Konquistadoren im Hochland der Anden zu Ende.