Dem
Föderalismus entgegengesetztes Organisationsprinzip eines
politischen Gemeinwesens, das sich durch eine zentralistische
Gewalt in einem vertikal durchstrukturierten Einheitsstaat
auszeichnet.
Bundesstaatliche
oder staatenbündische Gliederungen mit dezentraler
Kompetenzverteilung sind dem Unitarismus fremd. Seine Anhänger
vertreten die Auffassung, dass Technik, Wirtschaft und Verkehr
sowie die steigenden Interdependenzen und Verflechtungen des
wirtschaftlichen und sozialen Lebens einer föderativen Ordnung
entgegenstünden und zur sinnvollen Planung, Lenkung und
Verteilung eines straffen Unitarismus bedürften.