Allgemein
wie auch in der Philosophie Bezeichnung für die Haftung einer
Person für ihre Handlungen und deren Folgen.
Bei
Thomas von Aquin wurzelt die sittliche Verantwortlichkeit in der
Freiheit gegenüber den einzelnen Gütern der Welt, die noch aus der
determinierenden Orientierung an Gott und dem Guten (universale
bonum) bewirkt wird. Dagegen ist bei Wilhelm von Ockham die
Verantwortung bereits Ausfluss eines freien autonomen sittlichen
Willensaktes, dessen Maßstab freilich die Liebe zu Gott ist. Arthur
Schopenhauer vermutete hinter allen Handlungen physisch bedingte
Reize, die letztlich den Charakter formen, für den man nicht
verantwortlich ist. In der Verantwortungsethik bei Max Weber stellt
sich die Verantwortung als eine unkategorische Abwägung der Vor-
und Nachteile einer Handlung dar. Auch im Werk von Hans Jonas,
Jean-Paul Sartre und Albert Camus spielt der Begriff eine wichtige
Rolle.