Zuliefererfirmen
Auf
die Erbringung von Vorleistungen für die
Investitionsgüterindustrie spezialisierte Unternehmen.
Man
unterscheidet im Wesentlichen zwischen Teilefertigern,
Entwicklungspartnern, Produktionsspezialisten und
Wertschöpfungspartnern, die sich teilweise gegenseitig ergänzen.
Teilefertiger stellen nach vorgegebenen Plänen standardisierte
Teile her, die vom Abnehmer endmontiert werden. Über höheres
spezifisches Produkt-Know-how verfügen die Entwicklungspartner des
Abnehmers, die in enger Kooperation mit Subunternehmern komplett
fertigungs- und montagegerechte Konstruktionen von Modulen und
Systemen hervorbringen. Während sich Produktspezialisten in erster
Linie durch die Optimierung kritischer Produktionsprozesse
profilieren, die Lieferanten und Abnehmer zur Erstellung des
Gesamtprodukts beherrschen müssen, zeichnen sich die
Wertschöpfungspartner sowohl durch Produkt- als auch
Prozess-Know-how aus. Sie sind die einzigen Zulieferer, die in
Eigenregie die Arbeit der Sublieferanten koordinieren, für die
Integration der Vormontagestufen sorgen und dem Abnehmer am Ende
komplette Systeme zur Endmontage liefern. Zu den Vorreitern einer
Lean Production durch Auslagerung von Produktionsstufen gehört die
Fahrzeugindustrie, bei der inzwischen durchschnittlich
50 Prozent des Gesamtumsatzes auf die Zuliefererfirmen
entfallen. Manche Autohersteller konzentrieren sich inzwischen
ausschließlich auf Rohbau, Montage und Lackierung und erreichen
damit Fertigungstiefen von nurmehr 15 Prozent.
Verfasst von:
Roland Detsch
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